Tipps: Spenden per Newsletter sammeln – aber richtig!

Online-Fundraising kann für Ihre Organisation neue und vor allem unbekannte Spender bedeuten. Eine sorgfältig vorbereitete und richtig ausgeführte Online-Fundraising-Kampagne kann in der Tat mehr Geld einspielen als ein klassisches Mailing – bei weitaus geringeren Kosten. Wichtig sind allerdings auch hier ein paar Grundregeln:

Identifizieren Sie Ihre Leserschaft und legen Sie ein klares Ziel für Ihre Kampagne bzw. Ihren Aufruf fest.

Der Aufruf muss auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten sein. Diese soll sich mit dem Aufruf identifizieren können, auf Ihn antworten können und idealerweise ihn an andere Menschen aus ihrem Bekanntenkreis weiterleiten können. Erfolgreiche Online-Fundraising-Kampagnen starten mit einer Schnittmenge aus in der Vergangenheit erfolgreich angesprochenen Unterstützern, die eine Verbindung zum Inhalt der Kampagne haben und die der Organisation vertrauen, wenn es um Spenden geht. Sollten Sie noch keine bewährte Liste von E-Mail-Adressen haben, bauen Sie erst einmal Vertrauen mit Ihren Unterstützern auf. Die erste E-Mail sollte nicht einen Spendenaufruf zum Ziel haben.

Der Spendenaufruf sollte einfach zu verstehen sein und eine Wertigkeit Ihres Vorhabens erkennen lassen. Damit sind z.B. alle Projekte, die von Ihrer Öffentlichkeitsarbeit als besonders medial eingestuft werden, prinzipiell geeignet. Wichtig ist die Möglichkeit, ein prägnantes Projekt kurz und doch einleuchtend zu erklären.

Trauen Sie sich, ambitionierte Ziele zu setzen und Ihre Unterstützer entsprechend zu motivieren. Bescheidenheit ist Fehl am Platze. Wenn Sie nur 1.000 Euro Spenden sammeln wollen, wird die Notwendigkeit, selbst tätig zu werden, für die meisten Spender nicht bestehen. Wenn Sie dagegen um 10.000 Euro mit dem Zusatz „Nur gemeinsam können wir dies schaffen“ fragen, dann entfachen sie im besten Fall den Ehrgeiz ihrer Spender. Darüber hinaus kreiert ein Aufruf ein Gemeinschaftsgefühl, bei dem jeder weiß, das sein Anteil in Verbindung mit den anderen das große Ganze erst möglich macht.

Einer der wichtigsten Punkte einer Kampagne ist die Möglichkeit für Spender, den Einsatz ihres Geldes bzw. den Erfolg der Kampagne verfolgen zu können. Hierbei lassen sich vielfältige Visualisierungsmöglichkeiten auf der eigenen Webseite gestalten. Eine bewährte und einfache Methode sind Spendenaktionen mit einem Spendenbarometer, welches steigt. Idealerweise ist dieses mit dem Spendenformular verknüpft, so das der Spender eine unmittelbare Rückmeldung zu seiner Spende bekommt. Auch ein Kommentarfeld für den Spender erlaubt eine weitere emotionale Einbindung.

Das Hauptaugenmerk der Kampagnenvorbereitung sollte die sorgfältige Formulierung der E-Mail-Texte sein. Ansprechend, emotional berührend, jedoch nicht reißerisch und klar auf den Punkt gebracht ist der ideale E-Mail-Spendenaufruf. Dazu sollte er einen persönlichen Touch ihrer Organisation haben und vor allem authentisch sein. Nehmen Sie sich die Zeit, das Image Ihrer Organisation in der E-Mail wieder erkennbar werden zu lassen. Dabei hilft ein Spendenprojekt, das die Hauptkompetenz Ihrer Organisation wiederspiegelt.

Hier ein paar Punkte, die es bei der Formulierung der E-Mail zu beachten gilt:

  • Erarbeiten Sie eine Persönlichkeit. Schreiben Sie die E-Mail nicht zu formell und vor allem von einer Person aus. Nichts ist schlimmer al eine unpersönliche Ansprache im Namen der Organisation. Entwickeln Sie einen kontinuierlichen Stil, mit dem sich die Leser der E-Mails identifizieren können und der ihnen mittelfristig vertraut ist. Dies gilt es besonders bei wechselnden E-Mail-Verfassern zu beachten.
  • Formulieren Sie ein klares Ziel der Kampagne. Es reicht beileibe nicht aus, nach Geld zu fragen – der Leser will wissen, wofür Sie genau den Betrag X benötigen: „Wieviel ist notwendig, um 100 Kinder im Dorf mit Unterrichtsmaterialien auszustatten?“ Je genauer sie bei der Auflistung des Bedarfes sind, desto besser. Also X Euro für die Schulbücher, Y Euro für die Schulkantine usw. Vergessen Sie nicht, das eine gewisse Dringlichkeit beim Medium Internet immer angebracht ist. Es ist ein schnelles Medium, und diese allgemeine Einschätzung können Sie sich zu Nutze machen, indem Sie die Dringlichkeit dieses Apelles heraus stellen.
  • Machen Sie die E-Mail in einem guten Layout, aber übertreiben Sie nicht. Zuviele Schnörkel lenken ab, und erhöhen das Risiko, das Ihre Kernaussage nicht wahrgenommen wird. Fotos sollten sich immer direkt auf das Projekt beziehen und keinesfalls Archivfotos sein, die nicht wirklich aus dem Projekt stammen. Bedenken Sie, Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut. Grundsätzlich ist zu bedenken, das E-Mails im Plain-Text-Format besser durch Spamfilter kommen.
  • Den richtigen Zeitpunkt erwischen. Am besten senden Sie E-Mails zum Anfang der Woche und auf jeden Fall während der üblichen Arbeitszeiten. Sie möchten ja, das die Leute Ihrer E-mail Aufmerksamkeit schenken. Daher nicht zusammen mit dem Spam in der Nacht im Postkasten der Empfänger landen und auch nicht freitags Nachmittags, wenn der Adressat schon mit dem Gedanken im Wochenende ist.
  • Messen Sie alle Faktoren. Verfolgen Sie Öffnungsraten, Abmelderaten, Clickraten, Spenden und Neuanmeldungen zu Listen. So können Sie verschiedene Konzepte und Inhalte vergleichen und auf Ihren Erfolg überprüfen. Mit E-Mails ist es sowohl technisch als auch finanziell überhaupt kein Problem, verschiedenen Varianten zu testen. Nur so kommen Sie der idealen Fundraising-Email näher.
  • Integrieren Sie einfache Links. Benutzen Sie den vollständigen Link, nicht nur hinterlegte Schlüsselwörter. Das ist einprägsamer und ermöglicht Spendern, den Link einfacher zu kopieren und weiter zu verbreiten. Außerdem sollten sie im Text freigestellt sein.
  • Die Struktur der E-Mail macht einen Unterschied. Eine optimale Struktur ist zum Beispiel: Lieber (Spendername) – ein bis zwei kurze Absätze – Link zur Spende (http:…) –  zwei Absätze – Wiederholung des Links – Schlussparagraf – persönliche Unterzeichnung – PS mit Wiederholung des Links.
  • Erstellen Sie einen Inhalts- und Versendeplan. Planen Sie mit dem gesamten Team genügend im voraus. Dabei ist natürlich zu bedenken, das Sie im Falle von aktuellen Ereignissen natürlich Änderungen hervornehmen sollten. Hierzu bietet es sich an, eine klare Aufgabenteilung für aktuelle Ereignisse und deren Umsetzung zu erarbeiten. Für die E-Mail-Fundraisingaufrufe sollten Sie eine Regelmäßigkeit erreichen, die idealerweise Ihre Spender schon an einem bestimmten Tag der Woche / des Monats auf Ihre E-Mail warten lässt.

Eigene Homepage fuer Organisationen – kostenlos

Neben Fundraising-Werkzeugen und Spendenverwaltung, können sich Organisationen nun über die FundraisingBox auch kostenlos eine eigene Homepage erstellen.

Möglich ist dies durch eine Kooperation mit dem Webseiten-Anbieter Jimdo. Jimdo ist ein professioneller Content-Management-System Anbieter in Deutschland mit bereits über 3 Mio. Webseiten. Die FundraisingBox stellt für Organisationen verschiedenene kostenlose Webseiten-Vorlagen (Templates) bereit. Alle Texte und Inhalte können verändert und auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

Der angebotene Webseiten-Baukasten enthält zudem viele gestalterische Möglichkeiten und Extras. Auch ein Gästebuch und oder ein Blog können einfach eingerichtet werden.

Natürlich gibt es auch die direkte Anbindung zu den Funktionen der FundraisingBox (Add-ons). So können Organisationen in ihrer neuen Homepage direkt das Spendenformular oder die Spendenaktionen der FundraisingBox integrieren und haben sofort interaktive Möglichkeiten zur Ansprache von Unterstützern, Ehrenamtlichen und Spendern. Auch die Verknüpfung mit Facebook ist möglich.

So können auch Sie eine kostenlose Hompage für Ihre Organisation erstellen – mehr Infos >>

Anleitung: Traditionelle Spendenaufrufe in Fundraising Newsletter umwandeln

Die Vorteile des Online-Fundraisings via E-Mail im Vergleich zu klassischen Massenmailings per Brief liegen auf der Hand: Für einen Bruchteil der Kosten können die Adressaten in kürzester Zeit erreicht werden. Jedoch ist eine Anpassung des Inhaltes der Mailings an das E-Mail-Format notwendig, denn Online-Fundraising von gemeinnützigen Organisationen bedingt eine spezielle Herangehensweise mit spezifischen Regeln und Konzepten.

Fokussierung auf die Betreffzeile der E-Mail

“Your subject line is the equivalent of the carrier envelope in direct mail – it is the single most important element of the mailing because it is what will convince the recipient to open the email,” schreibt Charlotte Rains Dixon in The Complete Guide to Writing Fundraising Letters for Nonprofit Organizations (2008).
Versuchen Sie nicht, den Betreff der E-Mail (Sie bitten um Geld!) zu verschleiern. Adressaten spenden eher, wenn die von Ihnen geöffnete E-Mail schon klar als Spendenaufruf zu identifizieren ist. Darüber hinaus sollte der Name Ihrer Organisation möglichst in der Betreffzeile vorkommen – es ist Ihr guter Name und damit auch ihr Türöffner. Bedenken Sie, dass heutzutage tausende von Spam-E-Mails versendet werden. Nur durch Abgrenzung von diesen erreichen Sie überhaupt den Posteingang Ihrer Adressaten. Beispiele für Betreffzeilen können folgendermaßen aussehen:

  • „Helfen Sie mit Ihrer Spende dem/der (Organisation), den (Empfängern der Hilfsorganisation) zu helfen ”
  • „Mit Ihrer Hilfe hilft das/der (Organisation) den/der (Empfänger der Hilfsorganisation) ”
  • „Mit Ihrer Hilfe (Tätigkeit der Organisation) das/die (Organisation) (Anzahl) (Projektziel/-ergebnis)“

Verstecken Sie nicht den “Spenden-Sie-jetzt-Knopf”

Ein tolles Feature von E-Mails ist die Möglichkeit, einen Link zum Spendenformular der Organisation einzubauen. Klickt der Leser in der E-Mail auf diesen Link, gelangt er direkt zum Zahlungsformular der Organisationswebseite.
Fundraiser sollten diesen Link prominent platzieren. Ein eigener Absatz und eine direkte Ansprache des Spenders sind hier sinnvoll. Ein paar Beispiele:

  • „Möchten Sie nicht heute zusammen mit uns den/der (Empfänger der Hilfe) helfen?”
  • “Bitte spenden Sie heute um (Anzahl) (Empfängern der Hilfe) zu helfen”
  • “Ihre Spende hier wird sofort eingesetzt für (Empfänger der Hilfe/Projekt)“

Halten Sie E-Mails kurz und knapp

Im Gegensatz zu Massenmailings per Post, die gerne mal zwei Seiten lang sind, sollten E-Mails nicht länger als eine drittel Seite sein. Als Einteilung hat sich folgendes Schema bewährt:

  • Anrede (Liebe/r oder Sehr geehrte/r)
  • 1 – 2 kurze Absätze
  • Absatz mit Spendenaufruf und Link zum Spendenformular der Organisationswebseite.
  • Schlussabsatz
  • Unterschrift mit persönlichem Namen
  • PS: Wiederholung des Spendenaufrufes (ggf. leicht abgewandelt)
  • Anschrift inklusive Spendenknopf

Eine kurze E-Mail bedeutet allerdings nicht, dass diese die essentiellen Elemente eines guten Fundraisingaufrufes außen vor lassen kann. Die E-Mail muss die Notwendigkeit des Hilfeersuchens klar heraus stellen, den Leser mit der Organisation und ihrem schreibenden Vertreter emotional verbinden und einen direkten und präzise formulierten Spendenaufruf enthalten.

Für die Spender, die eine Spende aufgrund des E-Mail-Aufrufes tätigen, muss zeitnah eine personalisierte Dankes-E-Mail erfolgen. Adressaten, welche auf die erste E-Mail nicht reagiert haben, können mit einem Abstand von zwei Wochen nochmals angeschrieben werden. Hierbei sollte die Betreffzeile verändert werden, der Text jedoch kann unverändert übernommen werden.

Mit einer gewissenhaften Anpassung der traditionellen Spendenaufrufe an das E-Mail-Format können gemeinnützige Organisationen erfolgreich Spendergewinnung und Spenderbindung zu einem weit geringeren Kostenaufwand erreichen.

Software-as-a-Service: Ein ideales Modell für Fundraising und Spenderverwaltung von gemeinnützigen Organisationen (Teil 2)

Kosteneinsparung
Einer der größten Hindernisse bei traditioneller Software ist die Installation, Anpassung und Schulung von individualisierten Softwarelösungen. Bedenkt man die aufwendigen Schulungen, werden aus Wochen nicht selten Monate. SaaS-Anwendungen haben eine extrem kurze Installationsroutine und bieten aufgrund ihrer Konzeption als webbasierte Software einen viel schnelleren Einstieg für Neulinge. Trotzdem lassen sich auch SaaS-Anwendungen individuell erweitern und verändern.
Da die Steuerung der SaaS-Software zentral über den Anbieter läuft, geschieht ein Upgrade beim Kunden mittels Internetverbindung und dauert einen Bruchteil der klassischen Inhouse-Lösung.

Ein wichtiger Aspekt der Kostenreduzierung ist die Skalierbarkeit von SaaS-Lösungen. Da beliebig viele Kunden über Server bedient werden können, reduzieren sich logischerweise die Kosten für den einzelnen Kunden. Vergleichbar mit der Einführung des standardisierten Automobiles T-Modell und des Fließbandes bei Ford in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts bietet SaaS eine hohe Effizienz in der Produktion, wovon die Kunden natürlich durch niedrigere Preise profitieren. Letztendlich bekommt eine Non-Profit-Organisation bei einem SaaS-Anbieter mehr Software für ihr Geld.

SaaS-Anbieter für Fundraising und Nonprofit-Organisationen
Software-as-a-Service bedeutet nicht nur die zur Verfügungstellung von Anwendungen über das Internet. Der Anbieter muss in dem Bereich, in dem er seine Lösungen anbietet, ein ausgezeichnetes Verständnis des Marktes, seiner Kunden und deren Anforderungen haben. Gleichzeitig sind SaaS-Unternehmen selbst daran interessiert, mit ihren Kunden partnerschaftlich zu entwickeln und zu operieren, da sie Neuerungen und Anregungen immer gleich für einen großen Kreis von gemeinnützigen Organisationen umsetzen können. Dies ist wiederum zum Vorteil nicht nur des Anbieters, sondern auch des Non-Profit-Sektors. SaaS-Anbieter im Bereich Fundraising sind mehr als reine Software-Dienstleister, sie werden zu Partnern im Bereich Fundraising mit Know-how in verschiedensten wichtigen Bereichen. Sie werden zum Mittler und bestenfalls zur zentralen Schnitt- und Schaltstelle zwischen der Organisation und dritten Dienstleistern, die notwendig sind, um Bereiche wie Mailings, Online-Spenden, Mobile Fundraising, Kampagnen usw. zu betreiben und durchzuführen. Gemeinnützige Organisationen kaufen also nicht nur Bandbreite und Tabellenkalkulationsmöglichkeiten, sondern Know-how und Dienstleistung.

Damit wird das Wissen und die Verankerung des SasS-Dienstleisters im Non-Profit-Bereich ein entscheidender Grund für die Auswahl des richtigen Anbieters. Gemeinnützige Organisationen müssen mit einem Partner arbeiten, der nicht nur die Technologie, sondern auch ihre speziellen Aufgaben und Strategien versteht und kennt. Der Anbieter muss fundierte Kenntnisse in den Bereichen Fundraising, Spenderverwaltung, Organisationsmanagement und Marketing für Non-Profits haben, um seine Technologie zu einem echten Mehrwert für die Organisation werden zu lassen. Ist so ein Partner gefunden, bedeutet dies ein Plus nicht nur in Sachen Wirtschaftlichkeit und Effizienz, sondern auch in Sachen Spendergewinnung und Spenderbindung. Vor allem im Bereich des sich schnell entwickelten Online-Fundraisings lässt sich die Technik nicht mehr ohne das Branchenverständnis und umgekehrt einsetzen.

Im Vergleich mit traditionellen Softwareanwendungen liegen die Kosten von SaaS-Lösungen 20 – 40 % niedriger.  Die Möglichkeiten und Leistungen von SaaS nehmen zu und verändern die Art, wie NGOs arbeiten bzw. arbeiten können. Sie können die Einsparungen in ihre Kernaufgaben und Mission investieren und so ihre Performance verbessern. Der wirkliche Wert erschließt sich allerdings erst, wenn man einen  Anbieter gefunden hat, der einem nicht nur Software verkauft, sondern einem hilft, die Ziele und Mission der Organisation zu erreichen und zu erfüllen.

Software-as-a-Service: Ein ideales Modell für Fundraising und Spenderverwaltung von gemeinnützigen Organisationen (Teil 1)

Die Benutzung von Software über das Internet, Software-as-a-Service oder auch SaaS genannt, setzt sich auch in Non-Profit-Kreisen weiter durch. Mittlerweile können über SaaS-Lösungen sowohl Spenderverwaltung und Spendenmanagement als auch Spenderkommunikation, Marketing und Kampagnen abgewickelt werden. Durch die Intergation von Spenderverwaltung und Web 2.0-Werkzeugen eröffnen sich außerdem neue Möglichkeiten in der Pflege von Spenderbeziehungen.
Das Konzept von SaaS erlaubt gemeinnützigen Organisationen – auch kleineren und mittleren – Methoden und Techniken zu nutzen, die ihnen bisher aufgrund von Komplexität und Kosten traditioneller Fundraising-Software nicht möglich waren.
Was sind die Unterschiede von Software-as-a-Service ?
Die konstante Definition von SaaS ist die „Entwicklung der internetbasierten Software durch einen Anbieter, der sie seinen Kunden zur Nutzung über das Internet zur Verfügung stellt. Der Kunde zahlt nicht für den Besitz der Software (z.B. eine CD plus Lizenz), sondern für den Gebrauch“.
Die wesentlichen Unterschiede ergeben sich also nicht aus der Technologie oder Ausrichtung auf eine bestimmte Kundengruppe/Markt, sondern durch den Ort der Bereitstellung, Zugang und Wartung der Software und den damit verbundenen Kosten und Verantwortungen. Zusammengefasst lassen sich die Änderungen für Non-Profit-Organisationen in vier Punkten zusammenfassen:

  1. Ein Wechsel im Eigentumsmodell der Software weg von der NGO hin zum Software-Anbieter
  2. Übertragung der Verantwortung und Haftung für die Technik und die Betreuung von der NGO auf den Software-Anbieter.
  3. Kostenreduzierung durch Spezialisierung und gleichzeitiger Skalierung, schnelle Verfügbarkeit und Zugang zu Analysewerkzeugen.
  4. Eine stärkere Partnerschaft zwischen NGO und Softwareanbieter

Zu Besitz von Software und Verbesserung der Gesamtkostenkostenbilanz für Softwarekunden
Bei der klassichen Lizenzierung kaufen Kunden das Recht, die Software zu besitzen und Lizenzen für die Nutzung mit einem bestimmten Personenkreis und für eine bestimmte oder unbestimmte Dauer. Hierüber werden öfters die daraus resultierenden Kosten für Installation, Upgrades, Sicherheit und Wartung vernachlässigt. Gerade die Kosten für Weiterentwicklung und Operationalität, wie z.B. Server, können die Kosten einer traditionellen Lösung leicht erheblich steigern.
Bei SaaS abonniert der Kunde eine Software, die auf auswärtigen Servern liegt. Wenn der Kunde das Abonnement stoppt, hat er keinen Zugriff mehr auf das Programm, wobei die Daten natürlich weiterhin ihm gehören (und logischerwesie vor Kündigung in ein anderes System exportiert werden). Darüber hinaus benötigen SaaS-Anwendungen nur einen minimalen Installationsaufwand und bieten daher eine extrem kurze Installationszeit. Gleiches gilt für technische Weiterentwicklungen, die analog zu Internetbrowsern fast automatisch eingespielt werden können. Diese Aspekte von SaaS mögen bei erster Betrachtung fremd erscheinen, demonstrieren aber die messbaren ökonomischen Vorteile des SaaS-Prinzips.

Fokussierung der NGO auf Kernkompetenzen, nicht auf Software und Infrastruktur.
Bisher gaben gemeinnützige Organisationen einen Großteil ihres IT-Budgets nicht für Software, sondern für Implementierung, Wartung, Updates und die technische Infrastruktur aus. In vielen Fällen sind hierbei sogar interne Personalkosten zu rechnen. Im Verhältnis zwischen Software und damit verbundenen Kosten entsteht ein Ungleichgewicht.  Dabei sollte doch eigentlich die Software im Vordergrund stehen, denn sie ist der Schlüssel zu professioneller Spenderverwaltung und Fundraising. Betrachtet man die Verteilung von Kosten in der Organisation, wird sich ggf. auch ein erstaunlich großer Betrag unter Administration/IT-Management finden, der sicherlich sinnvoller im Fundraising eingesetzt werden kann.

Die Übertragung von Kosten und Verantwortung auf einen SaaS-Anbieter ist sicherlich einer der attraktivsten Punkte beim SaaS-Modell. Der Anbieter von SaaS-Software betreibt die Software und alle damit verbundenen Server und Anwendungen für alle abonnierten Kunden in einem Hochsicherheitsrechenzentrum mit qualifiziertem Personal. Oftmals handelt es sich hierbei wieder um Drittfirmen, die professionell für verschiedenste Industriezweige tätig sind und ein Maß an Sicherheit bieten können, das mit eigenen Servern in der Organisation niemals zu erreichen wäre. Gemeinnützige Organisationen müssen in diesem Bereich keine Mittel und Personal bereitstellen und erhalten ein um vielfaches höheres Maß an Datensicherheit und Verfügbarkeit. Hinzu kommen die Weiterentwicklungen, seien es neue Funktionen innerhalb der Software, Sicherheitsupdates oder Verbesserung von Geschwindigkeit. Der SaaS-Anbieter stellt diese Verbesserungen zentral für alle Kunden zur Verfügung. Individuelle Einrichtungen, die wieder mit Produktionsausfall und Kosten verbunden wären, sind nicht notwendig.

Viele NGOs haben nicht das Wisssen, um im IT-Bereich die notwendigen Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Und sie wollen berechtigterweise auch keine IT-Firma werden, um mit den Entwicklungen vor allem individueller Lösungen Schritt zu halten. Bisher war hier vor allem die Betreuung durch klassische Lizenzanwendungen und ihre Spezialisten eine – wenngleich auch teure – Lösung. Beim SaaS-Modell lassen sich die meisten Kostenfaktoren outsourcen und, viel wichtiger, langfristig exakt planen.

SaaS-Anwendungen haben den großen Vorteil, dass sie auf externen Serverfarmen gehostet werden. Dadurch benötigt die gemeinnützige Organisation keine aufwendige Serverinstallation inklusive der Sicherheitsarchitektur wie Firewalls, Back-ups, Kühlung etc. Die Serverfarmen können als spezialisierte Dienstleister einen unerreichten Sicherheits- und Verfügbarkeitslevel bieten, dem auch große Unternehmen und Banken vertrauen. Ob Stromausfall, Serverzusammenbruch oder Hackerangriff, vielfältige Schutzmechanismen wie aufwendige Firewalls und Back-ups sorgen dafür, dass die Daten der Organisation sicher sind.

Die Qualität der Infrastruktur und des Services des SaaS-Modells würden mit traditionellen Lizenzanwendungen im eigenen Hause nicht erreicht. Vor allem die Haftung und Verantwortung für den reibungslosen Betrieb durch den Dienstleister ist nach einer neuen Studie von McKinsey einer der Hauptgründe, warum Kunden zum SaaS-Modell wechseln.