Social Media Fundraising: Ein Rechenbeispiel

Ein Rechenbeispiel, das verdeutlichen soll wie Fundraising funktionieren kann und sollte. Alle Zahlen können natürlich an die akkuraten einer jeweiligen Organisation angepasst werden. Das Prinzip bleibt gleich.

Nehmen wir an, eine Organisation hat 10.000 aktive Unterstützer, von denen 15% “Botschafter” sind, also Spender, die andere Menschen von ihrem beziehungsweise dem Anliegen der NGO überzeugen möchten. Laut Umfragen können 15% der jeweiligen Spender zu dieser Gruppe gezählt werden.

Weiterhin kann man nach neueren Studien annehmen, dass circa ein Drittel dieser Botschafter über ein Social Media Profil verfügt (Facebook, Twitter oder ein Profil auf einer anderen Social-Network-Seite).Nun müssen diese Botschafter nur noch aufgefordert werden, für das neueste Projekt ihrer Organisation Spenden zu sammeln.

Ganz wichtig: Sie werden nicht gefragt, ob sie spenden können, sondern ob sie spenden sammeln möchten. Daraus kann sich folgendes Rechenbeispiel ergeben:

10.000 Spender x 15% = 1.500 Botschafter

1.500 Botschafter x 33% = 500 Spendensammler mit Social Media Profil

50% dieser Spendensammler nehmen die Herausforderung an. Das ergibt 250 Spendensammler für diesen Aufruf.

250 Spendensammler sprechen im Durchschnitt 20 Freunde und Bekannte an, von denen 50% einen Betrag spenden. Macht summa sumarum 2.500 neue Spender.

Multipliziert mit der durchschnittlichen Spendenhöhe von circa 32 Euro ergibt dies ein Spendenvolumen von 80.000 Euro.

Hierbei ist der Eigenbetrag der 250 Spendensammler noch gar nicht eingerechnet: 250×32= 8.000 Euro.

Am Ende stehen nicht nur ein Spendeneinkommen von 88.000 Euro, sondern 2.500 neue Spender. Und nicht zu vergessen die restlichen Spendensammler, die zwar nicht Menschen in ihrem Netzwerk angesprochen haben, aber selber gespendet haben.

Der durchschnittliche Ertrag pro Spendensammler beträgt 352 Euro. Die Investitionskosten sind verglichen mit anderen Methoden vernachlässigbar. Selbstverständlich kann man so eine Rechnung auseinanderpflücken. Viel wichtiger ist es jedoch, seine eigene Rechnung aufzustellen und es dann auszuprobieren. Ergebnis?

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